Wissensmanagement
Zunächst ist zu unterscheiden zwischen Daten (Ansammlung von Zeichen mit der zugehörigen Syntax), Informationen (Daten gekoppelt mit einer Bedeutung) und Wissen (Informationen, die in der Praxis schöpferisch angewandt werden). Das Wissensmanagement beschreibt Methoden und Werkzeuge, mit denen Organisationen, Unternehmen und auch Privatpersonen den optimalen Umgang mit Wissen gestalten können. Den Beteiligten soll zielorientiert und effektiv ermöglicht werden, Wissen zu erwerben, zu identifizieren, aufzubewahren, weiterzugeben, anzuwenden, zu beurteilen und bei Bedarf an neue Gegebenheiten anzupassen. Unterschieden werden prinzipiell 2 Wissensarten: 1. explizites Wissen, das ausformulierbar und eindeutig dokumentierbar ist (Beispiel: Montageschritte, Dokumentenmanagement); 2. implizites Wissen, das schwer formalisierbar ist und oft erfahrungsgebunden oder intuitiv vorliegt (Beispiel: Motorradfahren).
Methoden und Werkzeuge:
In der wissenschaftlichen Literatur werden verschiedene Methoden und Werkzeuge aufgeführt, die dabei helfen sollen, sowohl explizites als auch implizites Wissen verfügbar zu machen. Explizites Wissen kann beispielsweise in Mikroartikeln oder Checklisten festgehalten werden. Um das sonst nur schwer erfassbare implizite Wissen als wettbewerbsentscheidenden Vorteil zu nutzen, können Unternehmen etwa sogenannte Communities of Practice aktiv fördern.
ERP System: Thorsten Freyer / pixelio.de
Erfolgsfaktoren beim Wissenmanagement
Die 3 zentralen Säulen des Wissensmanagements bilden 1. Mensch, 2. Organisation und 3. Technik, wobei in einem Unternehmen der Mensch und die Kultur des Miteinanders eine tragende Rolle für den Erfolg spielen. In der Unternehmenspraxis zeigt sich zudem, dass kleine Pilotprojekte mit klarem Ziel schnell zu positiven Resultaten führen. Letztlich hilft Wissensmanagement dabei, anstehende Aufgaben effizienter und zur Zufriedenheit des Auftraggebers zu erledigen. Unternehmen und Organisationen verschaffen sich mit einem gut funktionierenden Wissensmanagement also Wettbewerbsvorteile.


