Warenwirtschaftsprogramme
Wer ein Geschäft oder einen Onlineshop betreibt, wird um ein Warenwirtschaftssystem nicht drum herum kommen. Denn eine korrekte Übersicht des aktuellen Warenbestandes ist, neben der Buchführung, das A und O eines Unternehmens. Eine fehlende Warenwirtschaft kann im Ernstfall auch einen negativen Einfluss auf ein Unternehmen haben. Es ist zum Beispiel schon vorgekommen, dass lukrative Aufträge nicht zustande kamen, weil eine Ware nicht am Lager war und rechtzeitig geliefert werden konnten. Auf der anderen Seite können finanzelle Verluste auftreten, wenn mehr Waren geordert werden, wie man eigentlich verkaufen kann. Warenwirtschaftssysteme haben die Aufgabe, alle notwendigen Daten über verkaufte oder nachbestellte Waren, Daten über Lieferanten und den aktuellen Warenbestand übersichtlich anzuzeigen. Zur Not kann man eine Warenwirtschaft zwar auch als Tabellen in Excel anlegen, um Wareneingänge und Warenausgänge, Lieferanten sowie die anfallenden Lieferscheine zu verwalten. Ein auf diese Aufgaben spezialisiertes Programm ist in der Regel jedoch weitaus besser und vor allem übersichtlicher wie das Handhaben zahlreicher Tabellen.
Worauf man bei der Auswahl der Warenwirtschaftsprogramme achten sollte
Als Erstes sollte man darauf achten, dass die Programme zum Beispiel mit der Software eines Onlineshops zusammenarbeiten. Viele Programme bringen für die wichtigsten Systeme schon die notwendigen Erweiterungen mit oder diese können kostenlos oder gegen eine Gebühr nachgerüstet werden. Durch eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Systemen hat man ständig den aktuellen Warenbestand im Blick und kann gegebenenfalls eine Nachbestellung auslösen. Auch von Vorteil ist, wenn die Warenwirtschaftssyteme mit der Buchhaltung kommunizieren können. Hierdurch lässt sich die Buchführung bei um einiges vereinfachen.
Was kosten Warenwirtschaftssysteme?
Der Markt stellt eine große Auswahl an den unterschiedlichsten Warenwirtschaftssystemen zur Verfügung. Wobei einige kostenlos sind und andere kommerziell vertrieben werden. Besonders komplexe Programme benötigen eventuell eine zusätzliche Schulung, welche meist von den Anbietern durchgeführt werden. Sowohl die kostenlosen, unter Open Source stehenden, wie auch die kommerziellen Programme haben ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile.
Warenwirtschaftsprogramme: Rainer Sturm / pixelio.de
Warenwirtschaftsprogramme, welche unter der sogenannten Open Source Lizenz stehen, dürfen ohne weitere Kosten verwendet werden. Da das gesamte Programm, einschließlich der zur Entwicklung notwendigen Dateien, öffentlich zur Verfügung steht, können eventuelle Fehler schnell behoben und notwendige Funktionen relativ problemlos nachgerüstet werden. Nachteilig hingegen ist, dass für Open Source Programme oftmals kein oder nur eine sehr geringe Hilfe vonseiten der Entwickler möglich ist. Es gibt zwar Anbieter, welche sich auf den Support von Open Source Programmen spezialisiert haben. Dieser Service ist allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bei kommerziellen Programmen hingegen sieht es so aus, dass hierfür eine umfangreiche Hilfestellung vonseiten des Herstellers bereitsteht. Wenn Fehler auftreten oder notwendige Erweiterungen fehlen, werden diese durch den Hersteller nachgerüstet. Wie das genau aussieht, daürber sollte sich im Vorfeld informiert werden. Oftmals kann man die kommerziellen Warenwirtschaftsprogramme über einen gewissen Zeitraum, meist 30 Tage testen. Einige bieten auch eine kostenlose Version an, welche in verschiedenen Bereichen eingeschränkt ist und nicht alle Funktionen zur Verfügung stellt.


