Usability von ERP Systemen
Was versteht man überhaupt unter „Usability“? Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Begriff so viel wie Benutzerfreundlichkeit oder Bedienerzufriedenheit. Ganz allgemein gesehen, beschreibt Usability den Umfang, in dem ein Produkt bzw. ein Anwendungssystem vom Konsumenten effizient, effektiv und geeignet verwendet werden kann. Gerade wenn es zur Anwenderorganisation von ERP Systemen kommt, kommen einem die Schlagworte „kompliziert“ und „schwer erlernbar“ in den Sinn. Oft lässt sich auch nicht das gesamte Nutzenpotential ausschöpfen, da die Komplexität einer ERP Lösung gar nicht leicht zu durchschauen ist. Das frustet den Konsumenten verständlicherweise, sind die Kosten für ein ERP Programm oftmals doch alles andere als gering. Aus diesem Grund überlegen sich Experten schon des längeren, wie denn die Gebrauchstauglichkeit von ERP Systemen verbessert werden kann. Mensch und Maschine müssen auf einen grünen Pfad kommen.
Methoden zur Usability-Daten-Erhebung
Um herauszufinden, worin eigentlich die Probleme der Unzufriedenheit liegen, stehen mehrere Methoden zur Auswahl. Eine mündliche oder schriftliche Befragung der Konsumenten in Verbindung mit der Methode des lauten Denken beispielsweise kann Aufschluss geben, inwiefern die Usability von komplexen ERP Systemen verbessert werden kann. Mit Hilfe von Experimenten und Fehleranalysen kann ein noch genaueres Bild erstellt werden. Der Vorteil der sich aus einer verbesserten Gebrauchstauglichkeit ergibt ist klar vor Augen. All jene Stunden, die ein Konsument sinnloserweise vor dem Computer sitzt, kann dramatisch reduziert werden. Die Produktivität kann also, genauso wie die Wettbewerbsfähigkeit, erhöht während die Kosten gleichzeitig gesenkt werden. Schulungs- und Trainingskosten für die Erlernung eines komplexen Softwaresystems können ebenfalls reduziert werden. Die Fehlerquote sinkt. Die Usability eines ERP Systems zu verbessern zahlt sich somit in jedem Fall aus.
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