Business Process Management Software
Bei großen Unternehmen, vor allem in der Pharma- oder Finanzbranche, ist es seit langer Zeit üblich, dass alle Prozesse von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung eines Produkts an den Kunden systematisch erfasst, analysiert und kontrolliert werden. Ziel dieses Prozessmanagements ist die Optimierung aller Verfahren und damit eine höhere Kundenzufriedenheit. Preisdruck und Konkurrenz in allen Bereichen haben das Thema Prozessmanagement inzwischen auch bei kleineren und mittelständischen Betrieben nach oben auf die Tagesordnung gebracht. Denn wer seine Prozesskette vollständig versteht und optimiert, kann Wettbewerbsvorteile generieren. Mit Bleistift und Papier kann angesichts der immer komplexeren Verfahren niemand eine solche Aufgabe leisten. Nötig sind hochspezialisierte Prozessmanagementsysteme.
Was macht Business-Process Management-Software?
Ein typisches System besteht aus zahlreichen Komponenten: Analysetools sorgen dafür, dass alle betrieblichen Prozesse erfasst werden. Komplexe Abläufe werden dazu in ihre kleinsten Einheiten zerlegt und anschließend mit Hilfe eines Modellierungstools beispielsweise in Form eines Flussdiagramms dargestellt. Analyse und Modellierung bilden den Kern der Bestandsaufnahme der Prozesse.
ERP System: Marit Peters / pixelio.de
In einer weiteren Stufe werden die menschlichen Arbeitsabläufe mit einem Human Workflow Tool abgebildet. Schließlich bestehen die meisten Prozessmanagementsysteme aus einem Integrationstool, das einerseits eine Schnittstellenfunktion zwischen Business Processmanagement und betrieblicher IT erfüllt und andererseits die Integration der Optimierungsschritte sicherstellt. Große Software-Hersteller wie IBM oder SAP bieten integrierte Lösungen an, die standardisiert erworben oder individuell an das Unternehmen angepasst werden können. Inzwischen finden sich aber auch Open-Source-Lösungen, die jedoch ein hohes Know-How erfordern. Die softwaregestützte vollständige Prozessanalyse aller Verfahrensschritte eines Produktionsprozesses erlaubt es Unternehmen, Transparenz in ihre Abläufe zu bringen und so nicht nur Optimierungspotenziale zu erkennen, sondern durch Nachvollziehbarkeit, Produktivitätszuwächse und Kostensenkungen einen echten Wettbewerbsvorteil zu realisieren.


